COB / Equines Asthma & Husten bei Pferden

COB / Equines Asthma & Husten bei Pferden –
Wenn jeder Atemzug zur Qual wird

Chronische Erkrankungen der Atemwege sind bei Pferden nach der Lahmheit das am meist verbreitete Krankheitsbild. Husten, Ausfluss aus den Nüstern und ein deutlich spürbarer Leistungsabfall sind nur einige Symptome dafür.

Doch was genau bedeuten eigentlich Begriffe wie COB, RAO oder IAD und was unterscheidet chronische Atemwegserkrankungen von einem simplen Husten?

Wir bringen Licht in das Begriffschaos aus COB, COPD, RAO & Co.

Zunächst einmal lassen sich infektiöse und nicht-infektiöse Atemwegserkrankungen bei Pferden unterscheiden. Die infektiösen Erkrankungen der Atemwege werden durch bestimmte Erreger (Viren, Bakterien) ausgelöst. Dagegen verursachen Staub, Pollen oder Ammoniak-Gase chronische, nicht-infektiöse Atemwegserkrankungen. Verglichen mit dem Menschen unterscheidet man ganz simpel zwischen einem an der Grippe (Influenza-Virus) erkrankten Patienten und einem Asthmatiker. Zu den chronisch nicht-infektiösen Erkrankungen der Atemwege zählen COB, RAO und IAD. Doch was bedeuten diese im Einzelnen konkret und worin unterscheiden sie sich?

Der gängige Begriff COB (chronisch obstruktive Bronchitis) wird nach wie vor genutzt, jedoch nur im deutschen Raum. COB beschreibt eine mehr als 6 Wochen anhaltende (chronische) Entzündung der Atemwege (Bronchitis), die gekennzeichnet ist durch eine Verengung der Atemwege (obstruktiv). Die Obstruktion wird verursacht durch eine vermehrte Schleimproduktion, einen Bronchospasmus und eine Wandverdickung der Atemwege. Zeitweise wurde die chronisch obstruktive Bronchitis auch als COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) bezeichnet, dieser Begriff ist jedoch veraltet und in der Pferdewelt nicht mehr im Gebrauch. International hat man sich bezüglich chronischer Atemwegserkrankungen auf den Begriff „Equines Asthma“ mit den Unterformen RAO, IAD und SPAODP (Summer-Pasture Associates RAO) geeinigt. Die RAO (Recurrent Airway Obstruction) ist eine wiederkehrende Verengung der Atemwege, die eher bei älteren Pferden (>10 Jahre) auftritt und bei der die Pferde Atembeschwerden auch in Ruhe aufweisen. Die  IAD (Inflammatory Airway Disease) beschreibt hingegen eine entzündliche Atemwegserkrankung, die erst unter Belastung in Erscheinung tritt und eher jüngere Pferde betrifft.

Ursachenforschung bei chronischen Atemwegserkrankungen

Doch wie erkenne und unterscheide ich einen harmlosen Husten von einer chronischen Atemwegserkrankung? Fallen Dir folgenden Anzeichen bei Deinem Pferd auf, solltest Du es weiterhin aufmerksam beobachten und schnellstmöglich einen Tierarzt konsultieren:

  • Ausfluss aus den Nüstern
  • Langanhaltender Husten
  • Leistungsabfall
  • Atemgeräusche und Atemanstrengung auch im Ruhezustand (vor allem beim Ausatmen)
  • Appetits-und Gewichtsverlust
  • Aufgeblähte Nüstern

Die Ursachen für solch entzündliche Atemwegserkrankungen bei Pferden sind vielfältig. Zum einen kann eine unerkannte oder zu spät behandelte Atemwegsentzündung eine chronische Erkrankung begünstigen. Bereits erkrankte Pferde, deren Immunsystem geschwächt ist, sind deutlich anfälliger für eine chronische Erkrankung (Hyperreaktivität der Lunge).

Auch eine erbliche Veranlagung ist möglich. Auslösende und die Erkrankung aufrechterhaltenden Faktoren sind zudem Umwelteinflüsse wie eine zu hohe Staubbelastung (Schimmelpilzsporen, Pollen, Sand), zu wenig frische Luft, Fütterungsfehler, Bewegungsmangel oder eine zu hohe Ammoniakbelastung.

Aufgeblähte Nüstern eines Pferdes

Oft ein Zeichen dafür, dass das Pferd schlecht Luft bekommt: aufgeblähte Nüstern, auch in der Ruhephase

DIAGNOSE chronische Atemwegserkrankung beim Pferd – was tun?

Besteht der Verdacht einer chronischen Atemwegserkrankung, sollte zunächst eine Untersuchung durch den Tierarzt erfolgen. Anschließend wird eine Bronchoskopie gemacht, bei der eine Schleimprobe aus der Luftröhre des Pferdes genommen wird. Ein Abstrich lediglich aus den Nüstern sagt nämlich noch nicht genügend über den Zustand der Lunge aus. Anschließend erfolgt die Zytologie, wobei Schleim auf entzündete Zellen untersucht wird. Dabei lassen sich zum Beispiel auch Schimmelsporen als mögliche Auslöser identifizieren. Weitere Möglichkeit: eine Blut-Gas-Analyse zur Ermittlung der Sauerstoffwerte im arteriellen Blut des Pferdes. Diese Untersuchungen zeigen, wie es um die Funktion der Lunge steht.

Ein Pferd am Meer

Pferdebesitzern wird oft geraten, ihr krankes Pferd ans Meer zu bringen. Das ist jedoch sehr aufwändig und nicht für jeden machbar. Deshalb bringen wir das Meeresklima zu Dir und Deinem Pferd.

THERAPIE chronischer Atemwegserkrankungen beim Pferd

Auch wenn die meisten chronischen Atemwegserkrankungen nicht heilbar sind, so gibt es doch viele Möglichkeiten, Deinem Pferd Linderung zu verschaffen. Medikamentöse Therapien wie der Einsatz von Schleimlösern oder Kortison können chronische Atemwegserkrankungen mildern, sprich aber jede Behandlung unbedingt mit dem Tierarzt ab. Bei ganzheitlichen Ansätzen haben sich mittlerweile Verfahren wie die Akupunktur oder Homöopathie durchgesetzt. Auch die Inhalation hat sich als begleitende und unterstützende Therapieform bei Atemwegserkrankungen bewährt. Durch das regelmäßige Inhalieren verflüssigt sich der Schleim in den Atemwegen (Bronchien) und kann so leichter abfließen.

Optimale Haltungsbedingungen sind bei atemwegserkrankten Pferden natürlich das A & O. Das bedeutet: frische Luft, qualitativ hochwertiges Futter und wenig Staub! Sollte eine Offenstallhaltung nicht möglich sein, dann setz bei Deinem Pferd auf staubfreie Einstreu. Futterheu darf auf keinen Fall schimmelig sein! Um dem Staub den Kampf anzusagen, sollte das Heu zum Beispiel für mehrere Minuten bewässert oder bedampft werden. Staubfreie Heucobs sind eine gute Alternative, verkürzen jedoch die Fresszeiten. Ist dies alles nicht möglich, versuche es mit Heulage, sofern Dein Pferd sie verträgt. Hier gilt es, Vorteile und Nachteile abzuwägen und im Einzelfall zu entscheiden. Regelmäßige Bewegung ist für Asthmatiker-Pferde ebenfalls sehr wichtig, um die Selbstreinigung der Lunge zu unterstützen.

Wenn Dein Pferd an einer chronischen Atemwegserkrankung wie COB oder equinem Asthma (RAO oder IAD) leidet, kannst Du also eine Menge tun, um ihm das Leben mit Husten und Atemnot zu erleichtern. Wichtig ist neben der professionellen Beratung durch Deinen Tierarzt Geduld und Konsequenz. So solltest Du die Haltungsbedingungen Deines Pferdes wirklich dauerhaft ändern. Ein Pferd, was über viele Stunden nicht artgerecht in der Box steht, entsprechend wenig Bewegung erfährt und ständig dem staubigen Heu ausgesetzt ist, ist quasi dauerbelastet. Wenn Du die Grundbedürfnisse Deines Pferdes nicht optimal erfüllst, nützt die beste Therapie nichts und der Gesundheitszustand Deines geliebten Vierbeiners wird sich auf Dauer nicht verbessern.

Therapieformen bei COB:

  • Artgerechte Haltungsbedingungen schaffen
  • Ausreichend Bewegung
  • Viel frische Luft
  • Inhalation
  • Akkupunktur
  • Kräuter
  • Homöopathie

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Pferdeinhalation im Anhänger

Nicht an einen Ort gebunden – perfekt, wenn auch andere auf dem Hof oder in der Umgebung Interesse an der Inhalation ihrer Vierbeiner haben oder Du einfach mobil sein möchtest.

Der Anhänger
Ein Pferd während der Rauminhalation

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Rauminhalation
Ein Inhalationsfass zur stationären Pferdeinhalation

Stationäre Inhalation im Fass

Keine Box frei oder der Stall ist für den Umbau nicht geeignet? Auch da gibt es eine Lösung: das Inhalationsfass. Es lässt sich fast überall aufstellen und wird ruck zuck zum Lieblingsort.

Das Fass

Erfahrungen von Pferdebesitzern

Mein Pferd ging gerne auf den Hänger und nach einer Woche kam der Schnodder

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Facebookseite und auch Frau Klauenberg kennenlernen durfte. Ich weiß, hier sind wir richtig gut beraten und aufgehoben. Auf noch hoffentlich viele Jahre mit meinem Paint, der Gino heißt.

Sabine und Gino

COPD Pferd Juno atmet wieder durch!

Juno leidet seit 4 Jahren an COPD. Eine 12 monatige Behandlung mit Kortison brachte keine Besserung. Jetzt nachdem wir eine Salzkammer eingerichtet haben, geht es endlich bergauf! Außerdem entspannt Juno in der Salzkammer und geht gern hinein.

Juno | Hof Rehedyk

Solevernebelung – Hilfe für Allergiker

Durch den Tierheilpraktiker kamen wir zu dem Ergebnis, dass er hochgradig allergisch und mit Schimmelpilzen befallen ist. Das Gerät hat uns sehr gut geholfen, er hat auch immer noch schlechte Tage aber es geht ihm im Großen und Ganzen wieder viel besser!

Anika Becker

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