Ekzeme bei Pferden

Sommerekzem bei Pferden: Das geht unter die Haut

Die warme Jahreszeit bricht endlich wieder an und eigentlich freust Du Dich auf die Ausritte an den lauen Sommerabenden, wären da nicht diese kleinen Blutsauger, die Dir und Deinem Pferd das Leben schwer machen. Die Rede ist von den altbekannten Insekten wie den Kriebelmücken, Gnitzen oder Bremsen, die sich jedes Jahr mit Beginn der Mückensaison im März/ April ausbreiten. Sie sind scheinbar überall. Dein Pferd findet das alles andere als toll und fortan wird mit dem Kopf geschlagen, gejuckt und gescheuert.

Und schon ist es da, das Sommerekzem. Doch wie kommt es dazu?

Ein bestimmtes Protein im Speichel dieser Mücken kann bei Pferden zu allergischen Reaktionen des Typ 1 (sogenannter Sofort-Typ) führen. Doch auch Stress oder Stoffwechselstörungen können Auslöser dieser allergischen Reaktion sein. Das auch als „Sweet itch“ bekannte Sommerekzem ist eine der am weitverbreitetsten Hautkrankheiten in der Pferdewelt, die sich vor allem immer dann zeigt, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist. Daher erkranken immunschwache Pferde häufiger am Sommerekzem als Pferde mit einem intakten Immunsystem. Das Sommerekzem ist zwar behandelbar aber leider nicht heilbar. Besonders häufig leiden übrigens nordische Rassen wie Friesen oder Isländer unter dieser Hautkrankheit.

Ursachen für das Sommerekzem bei Pferden:

  • Vererbung
  • Stress
  • Psyche
  • Mangelnde Bewegung
  • Stoffwechselstörungen
  • Schädliche Umwelteinflüsse
  • Darm-und Leberprobleme
  • Falsche Ernährung (übermäßige Fütterung mit kohlehydrat-und eiweißreichem Futter)

Wie äußert sich ein Sommerekzem?

Nach dem Stich der Mücke wird im Pferdekörper Histamin ausgeschüttet, welches ein Botenstoff für Entzündungsreaktionen ist. Der Einstich beginnt anzuschwellen und unter der Haut bilden sich kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Für das Pferd beginnt dadurch ein unerträglicher Juckreiz. Betroffene Stellen beim Pferd sind meist Mähnenkamm, Schweifrübe oder die Bauchnaht, doch auch Kopf, Kruppe, Brust und Schultern werden oft nicht verschont.

Vom Sommerekzem betroffene Pferde versuchen durch permanentes Kratzen und Scheuern den Juckreiz zu stillen. Unschönes Resultat: blutende Wunden und offene, entzündete Scheuerstellen. Vom Sommerekzem befallene Pferde sind zudem ständig unruhig und schnappen und beißen nach jedem Insekt was ihnen zu nahe kommt. Es entsteht dadurch ein hohes Stresspotential, welches sich ebenfalls negativ auf das Pferd auswirken kann.

Symptome des Sommerekzems:

  • Beulen und Schwellungen an den Einstichstellen
  • Starker Juckreiz, juckende kleine Bläschen
  • Haarverlust an den betroffenen Stellen
  • Entzündete, blutende und nässende Wunden, unangenehmer Geruch
  • Unruhe und ständiges Scheuern
  • Verdickungen der Haut
  • Verkrustungen und Schuppen
  • Sekundärinfektionen

Insgesamt ist diese Hauterkrankung eine starke Belastung für Pferd und Reiter. Die Pferde sind dadurch gesundheitlich eingeschränkt und leiden unter dem ständigen Juckreiz. Der Reiter hat nicht nur mit der andauernden Unruhe zu kämpfen, die Behandlung vom einem Sommerekzem bedeutet zudem einen hohen Pflegeaufwand. Wenn Du nur den kleinsten Verdacht auf Sommerekzem hast, solltest Du umgehend einen Tierarzt kontaktieren, da ähnliche Symptome auch auf anderen Hauterkrankungen wie Pilze, Milben oder Haarlinge hindeuten könnten. Durch spezielle Blut-und Hautuntersuchungen kann die Diagnose per Ausschlussverfahren aber recht schnell getroffen werden. Das Sommerekzem ist im Übrigen nicht ansteckend.

Grasendes Pferd auf der Weide

Achte auf eine eiweiß- und kohlehydratarme Ernährung deines Pferdes:
Übergewicht spielt eine große Rolle bei Ekzemer-Pferden.

Diagnose Sommerekzem – Was tun?

Wie bereits erwähnt ist das Sommerekzem nicht heilbar, Du kannst Deinem Pferd mit verschiedensten (vorbeugenden) Maßnahmen aber durchaus Linderung verschaffen.

1. Die richtige Fütterung

Um die Entstehung des Sommerekzems nicht zu begünstigen, solltest Du auf eine ausgewogene und nicht zu reichhaltige Ernährung achten. Denn wie sich zeigt, neigen übergewichtige Pferde eher zum Sommerekzem als normalgewichtige. Setz‘ also auf eine eiweiß- und kohlehydratarme Kost. Zudem sollten betroffene Pferde nur wenig auf grünen Weiden fressen. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen wird zusätzlich empfohlen. Ergänzungsfuttermittel mit Kräutern, Bierhefe und Spurenelementen wirken sich nachweislich positiv auf den Stoffwechsel der Pferde aus.

2. Die Haltung und Hygiene

Um dem Sommerekzem vorzubeugen, ist die Boxenhaltung auf keinen Fall eine artgerechte Lösung. Auch wenn in einer Box der Kontakt zu Insekten vergleichsweise gering ist, entstehen durch die damit verbundene mangelnde Bewegung und den beengten Raum weitere Probleme/Krankheiten. Ideal für Ekzemer ist die Offenstallhaltung mit einem geschlossenen Unterstand, wenn möglich sogar mit Fliegenschutz. Ist eine Offenstallhaltung nicht möglich gilt: Hygiene ist das A und O! Tägliches Misten und Abäppeln sind gerade bei Ekzemern extrem wichtig, da der Geruch von Pferdemist Insekten anzieht.

Auch auf der Weide oder im Paddock sollten Pferdeäpfel regelmäßig abgesammelt werden. Zudem sind Koppeln und Weiden in feuchten Gegenden oder an fließenden Gewässern ungünstig für Ekzemer, da sich auch hier Stechmücken und weitere Insekten nur so tummeln. Reduziere zudem die Weidezeit und stell Dein Pferd nicht zu den Hauptflugzeiten der Insekten auf die Koppel. Gleiches gilt für Ausritte. Vermeide Ausritte am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung und meide Waldränder und Bäche, da sich dort besonders viele Insekten aufhalten.

3. Linderung des Juckreizes und die richtige Pflege

Solltest Du feststellen, dass Dein Pferd am Sommerekzem erkrankt ist, heißt es schnell handeln. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um den quälenden Juckreiz zu lindern und Deinem Pferd Erleichterung zu verschaffen. Ob altbewährte Hausmittel wie Melkfett, Schwarzkümmelöl, Penatencreme oder Zinksalbe – informiere Dich gut und probiere aus, was bei Deinem Pferd am besten hilft. Konsultiere aber auf jeden Fall auch Deinen Tierarzt. Oft wird er Kortison verschreiben, welches den Juckreiz stoppt und weiteren Entzündungen entgegenwirkt.

Zudem solltest Du betroffene Stellen sorgfältig pflegen. Hier helfen beispielsweise milde Pferdeshampoos, pflegende Öle oder fettende Lotionen. Das Shampoo mindert den Geruch der Pferde und mit Hilfe entsprechender Öle und Cremes werden die verkrusteten Stellen und Hautschuppen aufgeweicht und lassen sich so leichter entfernen. Wichtig bei allen Maßnahmen ist die konsequente Durchführung über einen längeren Zeitraum und jede Menge Geduld.

4. Vorbeugung

Um das Sommerekzem erst gar nicht zum Ausbruch kommen zu lassen, ist es wichtig, Insekten jeder Art möglichst von Deinem Pferd fernzuhalten. Neben hautfreundlichen Insektensprays und Fliegenschutzmittel ist die Kombination mit einer Ekzemerdecke durchaus sinnvoll.

Eine Ekzemerdecke bedeckt einen Großteil des Pferdekörpers und gibt Mücken & Co tatsächlich recht wenig Angriffsfläche. Dennoch ist dies keine dauerhafte Lösung. Gerade an sehr heißen Sommertagen können Pferde mit solch einer Decke schnell überhitzen, daher sollte sie aus atmungsaktivem Material gefertigt sein. Weiterhin können Fliegenhauben, Masken oder Fliegenfransen helfen, die lästigen Insekten fernzuhalten. Mittlerweile werden auch Akupunktur und sogar Impfungen gegen das Sommerekzem angeboten.

Fazit: Versuche also so frühzeitig wie möglich zu handeln und Insekten generell von Deinem Pferd fernzuhalten. Umso angenehmer und stressfreier wird der Sommer für Dich und Dein Pferd.

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Juno | Hof Rehedyk

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